Berichte der Saison  2017 - 2018

 

Amy und noch 13 Nachwuchssportler wurden für ihre Saison 2016-2017 an der Sportgala in Küssnacht am Rigi geehrt und durften einen kleinen Förderbeitrag entgegennehmen.


 

Einsiedler Anzeiger

Amy Baserga feierte einen Doppelsieg                            

Biathlon: Final Alpencup in Pokljuka (SLO)

Die Einsiedlerin gewann im Sprint und im Super Einzel.  Amy Baserga und Niklas Hartweg, beide vom SCE, sicherten sich den zweiten Gesamtrang der Alpencup Serie.

Am letzten Wochenende fand in Pokljuka SLO die finalen Wettkämpfe der Alpencup-Serie dieser Saison statt. Beim Sprint am Samstag und Super Einzel am Sonntag konnten die letzten Punkte für die Gesamtwertung gesammelt werden.

Trotz Schneefall waren die Bedingungen am Samstag fürs Schiessen gut. Niklas Hartweg blieb zum zweiten Mal in dieser Saison fehlerfrei. Läuferisch konnte er sein Potenzial nach seiner Angina allerdings noch nicht ganz abrufen und musste seinem Konkurrenten Alex Cisar (SLO) den Sieg in der Jugend 2 überlassen. Rang drei belegte der Silbermedaillengewinner der Jugend WM in Otepää. Tommaso Giacomel.

Die Siegerin der Jugend 2 weiblich heisst erneut Amy Baserga. Die Einsiedlerin verwies die Slowenin Nika Vindisar und die Deutsche Lena Hanses auf die Plätze zwei und drei.

Vier Schiesseinlagen auf  5 Kilometer bei den Damen beziehungsweise 7.5 km bei den Herren mit einer Strafzeit von 15 Sekunden pro Fehlschuss, das war das Super Einzel am Sonntag. Die hohe Belastung durch die kurzen und damit intensiven Laufstrecken stellten manche Athleten vor Probleme im Schiessstand.

Amy Baserga doppelte am Sonntag nach und gewann auch das Super Einzel mit nur drei Fehlschüssen in der Jugend 2 vor ihrer slowenischen Kollegin Tais Vozelj und Nika Vinsisar souverän. Damit sicherte sie sich ebenso wie Niklas Hartweg den zweiten Rang in der Alpencup-Gesamtwertung.


Bronzemedaille für Amy bei den IBU Youth and Junior World Championships in Otepää (Estland)

Die vom 26. Februar bis 4. März stattgefundene Jugend- und Junioren WM in Otepää war für die Swiss-Ski Nachwuchsathleten der Saisonhöhepunkt. Insgesamt nominierte der Verband 12 Athletinnen und Athleten für die Internationale Titelkämpfe. Amy durfte als Fahnenträgerin die Schweizer Delegation ins Stadion führen. Wir als Fans waren ebenfalls live dabei und hatten natürlich einen riesen Plausch.

Gleich am ersten Wettkampftag, beim schwierigen Einzel kamen viele Athleten an ihre Grenzen. Die eisigen Temperaturen (bis minus 20 Grad) waren eine grosse Herausforderung für Körper und Geist. Amy kam mit den Bedingungen am besten zu Recht und lieferte wieder ein sensationelles Schiessresultat ab (0-0-1-1). Sie beendete den ersten Wettkampftag auf dem guten 8. Schlussrang. (92 klassiert).

Als Amy am selben Abend dann noch meldete ihr sei am Schaft die Stütze für die linke Hand abgebrochen, kam nochmals kurz Hektik auf. Dank deutscher Gründlichkeit und den Schweizer Handwerkern im Team konnte dieser über Nacht mit Spezial Leim und Schraubzwingen repariert werden.

Nach den Rennen am Abend nutze ich (Armin Baserga) selbst ab und zu die Gelegenheit um auf der Strecke zu laufen um selber zu spüren was von den Athleten alles abverlangt wurde. Die ständig tiefen Temperaturen veranlassten die Organisatoren die Rennen zum Teil etwas zu verschieben.

Bei den Staffel Rennen konnten Amy und ihr Team leider nicht brillieren. Selbst wir als Zuschauer bekamen kaum warm obwohl die Sonne schien und wir permanent die Athleten anfeuerten. Mit Rang 19 waren sie enttäuscht. Für Amy war es einfach zu kalt und es tat ihrer Lunge nicht gut. Wir Schlachtenbummler nutzten die Zeit zwischen den Rennpausen von Amy den Herren zuzuschauen oder aber auch einmal die Gegend zu besuchen. So zB ein Ausflug nach Tartu. Oder der Besuch in Riga bevor wir nach Otepää fuhren.

Für den Schweizer Höhepunkt sorgte aber dann doch noch Amy. Die Zweitplatzierte der Junioren-EM wurde ihrer Rolle gerecht und zeigte am letzten Wettkampftag ihr grosses Talent. 2 Tage zuvor wurde sie im Sprint 16. Mit der Startnummer 1 musste sie diesen eröffnen. Zuerst war sie ein wenig verärgert darüber so früh ins Rennen zu starten. Im Nachhinein aber trotzdem sehr amüsant da sie so sehr schön im Esthnischen Fernsehen zu sehen war. Einerseits beim Start live und dann noch beim Ersten Schiessen liegend vor der Schwedin mit der Nummer 2. Sie lieferte sich mit ihr einen harten Zweikampf während des ganzen Rennens. Mit  1.08 Min. Rückstand auf die Spitze wurde sie eben 16. (91 klassiert)

Mit diesem Rückstand startete sie dann in das Verfolgungsrennen. Beim Verfolgungsrennen steigerte sie sich von Runde zu Runde. Die beiden ersten Liegend. Anschläge absolvierte sie fehlerfrei. „Ich bin mega happy mit meinem dritten Rang. Ich habe mir vorgenommen ruhig ins Rennen zu gehen. Dass ich gleich nach dem zweiten Schiessen so weit vorne war, gab mir richtigen Aufwind und ich konnte anschliessend beim Stehendschiessen nachdoppeln. Einfach super“. Sie leistete sich dort je einen Fehler im Stehend Anschlag und konnte sich so weiter an die Spitze kämpfen. Auf der Schlussrunde vermochte die Deutsche Franziska Pfnuer auch noch zu überzeugen und so wurde Amy hinterr der Russin Anastasiia Goreeva und der deutschen 3.


Amy Baserga in den Top Ten                         

Biathlon: Jugend-WM in Otepää

Amy Baserga, Einsiedeln, belegte am Dienstag im Einzel den ausgezeichneten achten Platz. Am Mittwoch erreichte sie mit der Staffel den 19. Platz.

Während in der Schweiz alle vor Kälte bibbern, läuft die 17-jährige Amy Baserga, Einsiedeln, 2000 Kilometer weiter nordöstlich heiss. Die Biathletin sorgt auf dem internationalen Schneeteppich weiterhin für Aufsehen. An der Jugend-WM im estnischen Otepää lief sie mitten in die Weltspitze und auf den famosen achten Rang.

Amy Baserga weilt seit einigen Tagen im Baltikum und nimmt vom 26. Februar bis zum 4. März an den Jugend-Weltmeisterschaften in Estland teil. Auf dem Programm stehen dort die Rennen über 10 Kilometer (Dienstag), in der Staffel (Mittwoch), im Sprint (Freitag) und in der Verfolgung (Sonntag).

Nach der gelungenen Eröffnungsfeier, die Einsiedlerin führte die Schweizer Delegation als Fahnenträgerin an, stand am letzten Montag das Rennen über 10 Kilometer an. Amy Baserga, die mit der Silbermedaille im Einzel an der Junioren-EM vor wenigen Wochen die gesamte Biathlon-Szene in Aufruhr versetzt hatte, gehörte selbstredend auch im Jugend-Feld zu den Ambitionierteren.

Im grossen Starterfeld von nicht weniger als 91 Teilnehmerinnen glückte der SCE-Athletin ein Rennstart nach Mass. In der Loipe fast schon gewohnt schnell unterwegs, blieb sie in den ersten beiden Schiessen fehlerfrei und belegte bei Rennhälfte den zweiten Zwischenrang.

In der entscheidenden Phase unterliefen der 17-jährigen in der dritten und vierten Schiesseinheit total zwei „Miese“. Ein Fehlschuss bedeutet im Einzelwettbewerb jeweils Strafsekunden. Das bedeutete in der Endabrechnung Rang 8 – 46 Sekunden hinter dem Bronze-Platz. Unter Berücksichtigung, dass die versammelte Weltelite, die Top-Läuferinnen Norwegens, Deutschlands und Russlands, am Start waren, ist dieser achte Platz eine weitere vorzügliche Leistung.

In der Staffel – mit Amy Baserga als eine von drei Athletinnen – belegte die Schweiz nur den 19. Platz. Die Einsiedlerin hatte Schmerzen in den Bronchien und fühlte sich wegen der extremen Kälte nicht gut.


                             

Biathlon: Silber für Amy Baserga an der Junioren-EM in Pokljuka (SLO)

Die 17-jährige Einsiedlerin gewann die Silbermedaille im Einzelrennen. Zudem wurde sie 12. Im Sprint und 27. in der Verfolgung. Niklas Hartweg belegte die Ränge 11, 33 und 28.

Im tief verschneiten Pokljuka, welches im Triglav National Park auf 1600 Metern über Meer liegt, standen die zwei SCE-Biathleten Amy Baserga, Einsiedeln und Niklas Hartweg, Wollerau, an der Junioren-EM am Start. Swiss-Ski selektionierte neun Athleten. Zum Auftakt am Donnerstag vor einer Woche stand das Einzel mit 12,5 Kilometer Streckenlänge auf dem Programm. Mit einer fehlerlosen Schiessleistung in den vier Schiesseinlagen lief Amy Baserga mit der hohen Startnummer 82 auf den sensationellen zweiten Rang bei 83 Klassierten und holte sich sogleich am ersten Tag eine Medaille. Hatte sie sich doch realistische Ziele in den Top 30 gesteckt.

Niklas Hartweg lief ebenfalls als jüngster Swiss-Ski-Athlet mit drei Fehlern (0-1-1-1) auf den guten 11. Rang bei 114 Klassierten.

Der anhaltende Schneefall machte der ganzen Organisation zu schaffen. Einerseits mussten die Pistenfahrzeuge permanent die Strecke spuren, anderseits musste auch der Schiessstand vom vielen Schnee befreit werden. Gut einen Meter Schnee schneite es pro Tag. Nach einem Tag Erholung durfte man gespannt sein auf die weiteren Einsätze der jungen SCE-Athleten.

Am Samstag beim Sprintrennen klassierte sich Niklas Hartweg auf Rang 33 (0-2) und qualifizierte sich für den Verfolger, bei dem jeweils nur die 60 Besten wieder an den Start dürfen. Am Sonntag lief es dem 18-jährigen Nachwuchstalent am Schiessstand ausgezeichnet (0-1-1-0). Allerdings machte sich auch bei ihm die Ermüdung bemerkbar. Am Schluss verbesserte er sich um fünf Ränge und beendete die EM auf Rang 28. Niklas Hartweg zu seiner Leistung: „Die Strecke war hart. Aufgrund des Schneefalls wurde die Streckenführung am Sonntag angepasst. Wir mussten vier Mal eine 2,5Kilometer-Runde laufen – sprich vier Mal die Steilen Aufstiege hoch. Da haben mich am Ende meine Kräfte leider etwas im Stich gelassen. DI Erfahrung war trotzdem einmalig. Ich nehme viele Positive Erkenntnisse für den weiteren Wettkampfwinter mit.“

Bei den Juniorinnen gelang Amy Baserga am Samstag erneut eine beachtliche Leistung im Sprint. Mit der Startnummer 40 ins Feld gestartet, klassierte sie sich auf Rang 12 mit nur einem Schiessfehler (0-1) bei 102 Klassierten. Die gute Ausgangslage für die Verfolgung am Sonntag konnte sie nicht mehr ganz nutzen. Aufgrund zu vieler Schiessfehler (2-2-1-0) und der körperlichen Erschöpfung der vergangenen Wettkämpfe beendete sie das Rennen auf dem 27. Rang. Auch sie ist überglücklich über das Erreichte und nimmt ebenfalls viele positive Eindrücke mit für die nächsten Wettkämpfe.


 Amy Baserga deklassiert die weibliche Konkurrenz, Niklas Hartweg dominiert die männliche Jugend.

Beim Biathlonwochenende am Notschrei (DE) wurde neben dem Leonteq Biathlon Cup gleichzeitig der Deutschlandpokal durchgeführt. Rund 50 Schweizer Athletinnen und Athleten konnten sich mit etwa 200 Deutschen Athleten vergleichen. Über beide Renntage hinweg dominierten die BSO-Athleten Amy Baserga und Niklas Hartweg.

Für eine im Schweizer Biathlon völlig neue Wettkampfform sorgte der Deutsche Skiverband mit dem Crossbiathlon am Samstag. Auf den kurzen Laufrunden von 1,0 (Damen) bzw. 1,3 km (Herren) waren verschiedene Crosselemente eingebaut. Neben erhöhten koordinativen Anforderungen galt es besonders im Schiessstand mit dem hohen Puls der intensiven Belastung auf der Laufrunde klarzukommen.

Niklas Hartweg sorgte am Samstag sowohl mit einem trotz dichten Nebels gutem Schiessen (0-1) als auch einer sehr schnellen Laufzeit für Aufsehen. Er gewann mit über 20 Sekunden Vorsprung in der Jugend II vor dem deutschen Drittplatzierten der Jugendweltmeisterschaft Danilo Riethmüller und wurde auch noch Gesamttagesdritter. Bei der Verfolgung am Sonntag lief es bei Niklas Hartweg im Schiessstand nicht ganz rund (1-1-3-1), doch ein nervenstarkes letztes Schiessen, bei dem er etwas Rückstand auf Riethmüller hatte, und die beeindruckende Laufleistung bescherten Niklas erneut einen souveränen Sieg.

Der weibliche Shootingstar des Wochenendes heisst Amy Baserga. Die Einsiedlerin gewann in der Jugend II sowohl den Crossbiathlon am Samstag als auch den Verfolger am Sonntag mit einer Souveränität, die ihresgleichen sucht. Amy bewahrte im Schiessstand ruhig Blut und setzte sich nach lediglich drei Schiessfehlern (0-1-0-2) und dem bis dato besten Schiessresultat des Winters mit über 5 Minuten Vorsprung auf die zweitbeste Schweizerin Aline König. Michael Greis, Cheftrainer des BSO Teams zu den Schweizer Überflieger: «Amys und Niklas Leistungen können gar nicht hoch genug eingestuft werden – sogar bei den Deutschen Kollegen haben die Beiden für Aufsehen gesorgt.»

Text: Carola Hartweg

Foto: Carola Hartweg