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Berichte der Saison  2017 - 2018

 


Swisscup 6./7. Januar 2018

Bericht: www.biathlon-arena-lenzerheide.ch

Amy Baserga deklassiert die weibliche Konkurrenz, Niklas Hartweg dominiert die männliche Jugend.

Beim Biathlonwochenende am Notschrei (DE) wurde neben dem Leonteq Biathlon Cup gleichzeitig der Deutschlandpokal durchgeführt. Rund 50 Schweizer Athletinnen und Athleten konnten sich mit etwa 200 Deutschen Athleten vergleichen. Über beide Renntage hinweg dominierten die BSO-Athleten Amy Baserga und Niklas Hartweg.

Für eine im Schweizer Biathlon völlig neue Wettkampfform sorgte der Deutsche Skiverband mit dem Crossbiathlon am Samstag. Auf den kurzen Laufrunden von 1,0 (Damen) bzw. 1,3 km (Herren) waren verschiedene Crosselemente eingebaut. Neben erhöhten koordinativen Anforderungen galt es besonders im Schiessstand mit dem hohen Puls der intensiven Belastung auf der Laufrunde klarzukommen.

Niklas Hartweg sorgte am Samstag sowohl mit einem trotz dichten Nebels gutem Schiessen (0-1) als auch einer sehr schnellen Laufzeit für Aufsehen. Er gewann mit über 20 Sekunden Vorsprung in der Jugend II vor dem deutschen Drittplatzierten der Jugendweltmeisterschaft Danilo Riethmüller und wurde auch noch Gesamttagesdritter. Bei der Verfolgung am Sonntag lief es bei Niklas Hartweg im Schiessstand nicht ganz rund (1-1-3-1), doch ein nervenstarkes letztes Schiessen, bei dem er etwas Rückstand auf Riethmüller hatte, und die beeindruckende Laufleistung bescherten Niklas erneut einen souveränen Sieg.

Der weibliche Shootingstar des Wochenendes heisst Amy Baserga. Die Einsiedlerin gewann in der Jugend II sowohl den Crossbiathlon am Samstag als auch den Verfolger am Sonntag mit einer Souveränität, die ihresgleichen sucht. Amy bewahrte im Schiessstand ruhig Blut und setzte sich nach lediglich drei Schiessfehlern (0-1-0-2) und dem bis dato besten Schiessresultat des Winters mit über 5 Minuten Vorsprung auf die zweitbeste Schweizerin Aline König. Michael Greis, Cheftrainer des BSO Teams zu den Schweizer Überflieger: «Amys und Niklas Leistungen können gar nicht hoch genug eingestuft werden – sogar bei den Deutschen Kollegen haben die Beiden für Aufsehen gesorgt.»

Alpencup Martell 16./17.Dezember 2017

Bericht: www.biathlon-arena-lenzerheide.ch

Zum Auftakt der Alpencup-Serie reisten 380 Biathletinnen und Biathleten aus Italien, Deutschland, Oesterreich, Slovenien und der Schweiz nach Martell (Italien).

Beim ersten stark besetzten Rennen der Saison warteten neben der starken Konkurrenz der Nachbarländer auch sehr schwierige Bedingungen auf die Schweizer Jugendathleten. Die Biathlonarena liegt in Martell auf einer Höhe von rund 1700 m üM. Ein starker Anstieg fordert die Athleten direkt vor dem Schiesstand. Hinzu kamen an beiden Tagen sehr wechselhafte Windverhältnisse. Die Windfahnen drehten sich xmal während des Wettkampfes und in Kombination mit dem schwierigen Schiessstandeinlauf und der ungewohnten Höhe fanden unsere Athleten die härteste Variante der äusseren Bedingungen vor, so der BSO Cheftrainer Michael Greis.

Für Top Ten Platzierungen beim Sprint am Samstag sorgten Amy Baserga und Niklas Hartweg. Amy konnte sich in der weiblichen Jugend 2 mit einem guten Schiessen (0-1) und gewohnt starker Laufleistung zwischen den starken deutschen Athletinnen den 4. Rang erkämpfen. Niklas legte einen fulminanten Start hin. Die erste Laufrunde absolvierte er rund 20 Sekunden schneller als die Konkurrenz. Doch der Magen hat sich ab der zweiten Runde gewehrt. Mit 0-2 landete er am Ende auf Rang. 6. 

Am Sonntag stand eine Premiere auf dem Programm. Das Super Einzel. Bei diesem Wettkampfformat werden wie im regulären Einzel 4 Schiesseinlagen absolviert. Für jeden Fehlschuss gibt es jedoch eine verkürzte Strafzeit von 15 Sekunden. Die Streckenlänge ist im Verhältnis sehr kurz. Bei den Herren 7.5km und bei den Damen 5 km. Die intensiven kurzen Runden zwischen dem Schiessen stellten für unsere BSO Athleten eine grosse und ungewohnte Herausforderung dar. Die hohen Pulswerte haben zu deutlich mehr Fehlschüssen geführt als gewohnt. Am Besten kam erneut Amy Baserga mit den Bedingungen zurecht und wurde wiederum mit dem 4. Rang belohnt. 

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 Leonteq Biathlon Cup 2./3. Dezember in Realp

Am Samstag, 2. Dezember, startete das erste Rennen der Elite-Kategorie in Realp - ein Sprint auf einer harten Schneeunterlage. Trotz Sonnenschein um 15Uhr stieg das Thermometer nicht über Minus zehn Grad Celsius. Bei Sonnenschein wurde eingeschossen. Pünktlich zum Start verschwand die Sonne hinter den Bergen, die Anlage stand sogleich im Schatten. Wie verhext, wie sich die Schussbilder verschoben. Als ich zum Schiessen kam, bemerkte ich die Sichtverlagerung zu spät und schoss drei Fehler ganz knapp randig. Im Stehendschiessen wirkte sich die Schussbildverlagerung nicht mehr so stark aus. So kam ich mit Null Fehlern durch. Am Schluss siegte ich mit über anderthalb Minuten Vorsprung auf Annatina Bieri mit ebenfalls drei Fehlern. 
In der Nacht auf Sonntag, 3. Dezember, sanken die Temperaturen noch weiter. So war es am Sonntagmorgen beim Start zum Sprint etwa Minus 15 Grad Celsius. Einige Athleten traten gar nicht an oder gaben das Rennen wegen der Kälte auf. Das Einschiessen war hart. Einerseits sollte man sich warm halten, um gute Schussbilder zu erzeugen, anderseits auch nicht zu viel anziehen, um möglichst realistische Rennbekleidung zu tragen - also nur den Dress. Die Skier knirschten, als die Athleten beim Schiessstand das erste Mal vorbeiliefen. Die Gesicher waren getaped. Bei vielen sah man Reif an den Haaren oder an den Bartstoppeln.
Ich war wirder als erste der SCE Athleten unterwegs. Ich schoss einen Fehler im Liegend- und zwei im Stehendschiessen. Meine Konkurrentin Annatiina Bieri schoss 2 Mall Null und gewann diesen Wettkampf.
Ich werde diesen Sonntag sicher nicht mehr so schnell vergessen, denn bis Montagmittag hatte ich immer noch kein Gefühl an den Ohrspitzen.